Politisches Kino siegt bei Berlinale - Hauptpreis für Çatak
Veröffentlicht: Sonntag, 22.02.2026 14:58
Kultur
Berlin (dpa) - Diese Momente liefern die Antwort darauf, wie politisch die Berlinale denn nun eigentlich ist. Da steht İlker Çatak auf der Bühne und nimmt den Goldenen Bären für sein Politdrama «Gelbe Briefe» entgegen. Da ist die Rede eines Regisseurs zum Gaza-Krieg, die dazu führt, dass Umweltminister Carsten Schneider den Saal verlässt. Und da sind eine Festivalchefin und ein Jurypräsident, die versuchen, mehr Zwischentöne in eine aufgeheizte Debatte zu bringen.
Die Berlinale endet mit einer Gratwanderung zwischen Meinungsfreiheit und politischer Polarisierung. Und mit Auszeichnungen für Filme, die Politik anders interpretieren als mit kurzen Statements.
Das gilt insbesondere für den Preisträger «Gelbe Briefe». Erstmals seit 22 Jahren und Fatih Akins «Gegen die Wand» holt ein deutscher Regisseur wieder die Trophäe für den besten Film. Çatak («Das Lehrerzimmer») erzählt von einem türkischen Paar, das wegen seiner politischen Meinung unter Druck gesetzt wird und sich fragen muss, wie weit es für seine Überzeugungen gehen will.
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