Haftstrafe für Dortmunder IS-Rückkehrerin

Antenne Unna

Haftstrafe für Dortmunder IS-Rückkehrerin

Eine 32-jährige Dortmunderin wurde vom Oberlandesgericht zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt, weil sie jahrelang die Terrororganisation Islamischer Staat in Syrien unterstützte. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland musste sich die zweifache Mutter nun für ihre Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung vor dem Staatsschutzsenat verantworten.

Urteil und Strafmaß am Oberlandesgericht

Das Oberlandesgericht in Düsseldorf hat das Urteil gegen eine Frau aus Dortmund gesprochen, die sich vor etwa zehn Jahren dem sogenannten Islamischen Staat angeschlossen hatte. Die Richter verhängten eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten gegen die heute 32-jährige Angeklagte. Bei der Urteilsfindung spielten verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle, die das endgültige Strafmaß beeinflussten. So wurde zu Gunsten der Frau gewertet, dass sie bisher keine Vorstrafen hatte und sich aktuell alleine um ihre zwei kleinen Kinder kümmern muss. Trotz der mildernden Umstände sah es das Gericht als erwiesen an, dass die Dortmunderin über einen langen Zeitraum hinweg aktiv Teil der terroristischen Vereinigung war.

Jahrelange Unterstützung in Syrien

Die Geschichte der Verurteilten begann vor gut einem Jahrzehnt, als sie gemeinsam mit ihrem ersten Ehemann die Reise in das syrische Kriegsgebiet antrat. Dort schlossen sich beide dem IS an, wobei die Frau ihren Mann bei dessen extremistischen Aktivitäten unterstützte. Nachdem ihr erster Gatte bei Kampfhandlungen ums Leben gekommen war, blieb die Dortmunderin in der Region und heiratete nacheinander zwei weitere Mitglieder der Terrororganisation. Auch in diesen Ehen leistete sie nach Überzeugung der Düsseldorfer Richter weiterhin Unterstützung für die Ziele und Taten des Islamischen Staates. Diese jahrelange Einbindung in die Strukturen der Terrorgruppe wog bei der rechtlichen Bewertung der Vorwürfe besonders schwer.

Rückkehr nach Dortmund und juristische Folgen

Seit etwa dreieinhalb Jahren lebt die Frau nun wieder in Dortmund, nachdem sie dem Einflussbereich des IS in Syrien entkommen war. Ihr Leben in der Westfalenmetropole verlief seitdem unter Beobachtung der Sicherheitsbehörden, bis es schließlich zum Prozess vor dem Staatsschutzsenat kam. Das Gericht betonte in seiner Begründung, dass die Unterstützung einer solchen Vereinigung eine erhebliche Straftat darstellt, die auch Jahre später noch konsequent verfolgt wird.