Streit um Klima-Protest am Gersteinwerk in Werne
Veröffentlicht: Donnerstag, 28.05.2026 17:41
Ein Bündnis will gegen neue Gaskraftwerke in Werne protestieren, doch die Polizei hat den Standort verlegt. Ob die Demo wie geplant stattfindet, lest ihr hier.
Geplante Klima-Demonstration in Werne
In Werne bereiten sich verschiedene Umweltorganisationen auf einen großen Protesttag vor. Ein breites Bündnis, dem unter anderem Greenpeace und Fridays for Future angehören, möchte am Samstagnachmittag (30.05.) gegen die aktuelle Energiepolitik demonstrieren. Auch die bekannte schwedische Klimaaktivisten Greta Thunberg ist bei dem Camp dabei. Ihr Ziel ist es, ein deutliches Zeichen gegen den Bau neuer Gaskraftwerke und die Pläne von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche zu setzen. Die Organisatoren erwarten rund 2000 Teilnehmer, die ihren Unmut direkt vor Ort kundtun wollen.
Polizei hat Sicherheitsbedenken am Gersteinwerk
Der ursprünglich geplante Versammlungsort sorgt nun für eine rechtliche Auseinandersetzung zwischen den Veranstaltern und den Behörden. Das Bündnis möchte sich unmittelbar vor dem Gersteinwerk an der Stadtgrenze zu Hamm versammeln, um die Relevanz seines Anliegens zu unterstreichen. Die Polizei hat diesen spezifischen Startpunkt jedoch untersagt und eine Verlegung an eine nahegelegene Kläranlage angeordnet. Als Begründung führen die Beamten den Schutz der kritischen Infrastruktur an, da Störaktionen durch nicht angemeldete Gruppen befürchtet werden.
Entscheidung durch das Verwaltungsgericht
Gegen diese kurzfristige Verlegung des Demonstrationsortes haben die Verantwortlichen des Bündnisses nun juristische Schritte eingeleitet. Der Eilantrag am zuständigen Verwaltungsgericht Gelsenkirchen wurde jetzt aber abgelehnt. Sie reichten eine Klage beim zuständigen Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen ein, um ihren ursprünglichen Plan doch noch umzusetzen. Die Veranstalter betonen, dass ein friedlicher Protest direkt am Kraftwerk für die Sichtbarkeit ihres Anliegens entscheidend sei. Allerdings ist der Beschluss noch nicht rechtskräftig. Die Antragsteller können noch Beschwerde einreichen. Die Demo soll Samstagmorgen gegen 12 Uhr starten.